Welches Grab?

Welches Grab?

Bei der Erdbestattung wird der Leichnam im Sarg in der Erde beigesetzt. Für muslimische Verstorbene ist auf manchen Friedhöfen auch die Beisetzung im Leichentuch ohne Sarg möglich. Es gibt für die Erdbestattung verschiedene Formen der Grabanlage: Die Reihenstelle ist eine einfache Anlage in einer Reihe von Grabstellen. Es gibt die Reihenstelle als anonyme Stelle oder mit Stein. Beide Varianten sind mittlerweile auf vielen Friedhöfen als pflegefreie Rasenstelle möglich. Die Verlängerung der festgelegten Nutzungsdauer von 20 oder 15 Jahren ist in der Regel nicht möglich.

Beim Wahlgrab haben Sie die Möglichkeit, sich die genaue Lage des Grabes auszusuchen. Auch die Wahl einer Doppelstelle für Paare oder Familienangehörige ist hier möglich. Das Grab wird in der Regel durch einen Stein bezeichnet, eine Bepflanzung ist möglich, ebenso meist die Verlängerung der Nutzungsdauer.

Für die beiden anderen Bestattungsarten, der Feuerbestattung und der Seebestattung, wird der Leichnam eingeäschert. Für die Feuerbestattung wird die Urne in den meisten Fällen anschließend auf einem Friedhof beigesetzt: in der Erde, in einer Urnenwand, einer Stele oder in einem Kolumbarium. Auch hier gilt für die Beisetzung in der Erde: Es gibt die Wahl zwischen einem Reihengrab, einer anonymen beziehungsweise halbanonymen Grabsstelle unter dem Rasen oder einem Wahlgrab, das meist Platz für mehrere Urnen hat. Innovative Friedhöfe bieten noch weitere Urnengrabstätten wie Baumgräber oder andere Gemeinschaftsgrabstellen.

Es muss kein Friedhof sein. Durch die Überführung der Urne ins Ausland – zum Beispiel in die Niederlande oder in die Schweiz – ist es möglich, die in Deutschland geltende Bestattungspflicht legal zu umgehen. Näheres erläutern wir gerne im persönlichen Gespräch.

Bei der Seebestattung wird die Asche des oder der Verstorbenen in einer speziellen Urne ins Meer versenkt. Sie erhalten darüber einen Auszug aus dem Logbuch des Beisetzungsschiffes mit der genauen Position. Familie und Freund_innen können bei dieser letzten Reise auf dem Schiff mitfahren.

 

Braucht es überhaupt ein Grab?

In Deutschland gibt es bis auf wenige Ausnahmen den sogenannten Friedhofszwang. Das heißt, die Asche eines Verstorbenen und natürlich auch der Leichnam müssen auf einem Friedhof beerdigt werden. Davon ausgenommen ist die Seebestattung. Außerhalb von Deutschland beispielsweise in der Schweiz, in den Niederlanden oder in Tschechien ist das Verstreuen der Asche in der freien Natur erlaubt.